So läuft es
im Jobcenter

Beratung und Arbeitsvermittlung
Zuerst wird festgestellt, ob Sie erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und somit einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben. Sie erhalten einen Antrag auf Leistungen, welcher von Ihnen vollständig ausgefüllt und mit den geforderten Unterlagen wieder eingereicht wird. Jetzt lernen Sie Ihren persönlichen Ansprechpartner kennen. Sie können ihr/ihm alle Fragen stellen, die Sie bewegen. Sprechen Sie auch über alles, was Sie daran hindern könnte, eine Arbeit aufzunehmen oder eine Ausbildung zu absolvieren. Gemeinsam besprechen Sie Ihre Situation und Fähigkeiten, Stärken und Ziele:

  • Was möchten Sie erreichen?
  • Passen Ihre Vorstellungen mit Ihren Fähigkeiten und Stärken zusammen?
  • Wie kann Ihr Ansprechpartner Sie unterstützen?
  • Wie wird eine Bewerbung geschrieben und was gehört dazu?
  • Welche Möglichkeiten gibt es für Sie zwischen Schule und Berufseinstieg?

Sie bekommen während der Beratung Tipps und Hilfestellungen, welche Stationen zu Ihren Zielen führen können. Es werden Ihnen aber auch mögliche Alternativen und Fördermöglichkeiten aufgezeigt. Stehen die Ziele und Wege fest, werden diese in einer Eingliederungsvereinbarung festgehalten.

Wichtig!

Bevor Sie handeln, sprechen und planen Sie mit uns:
Bitte beachten Sie, dass auf Unterstützungsleistungen kein Rechtsanspruch besteht (sogenannte “Kann-Leistungen”) und eine mögliche Bewilligung nur nach vorheriger Antragstellung erfolgen kann.

Bei uns
zählt Teamgeist

Regeln und Pflichten
Teamgeist und Fairplay gelten nicht nur im Sport, sondern auch in unserem Jobcenter. Denn hier kämpfen Sie nicht allein um Ihren Erfolg! Ihr persönlicher Ansprechpartner im Jobcenter unterstützt Sie auf Ihrem Weg. Dafür bitten wir darum…

  • respektvoll miteinander umzugehen!
  • Termine und Vereinbarungen einzuhalten!
  • ehrlich zueinander zu sein!

Auch das erwarten wir von Ihnen

Leistungsbereitschaft: „Fördern und Fordern“
Um Arbeitslosengeld II erhalten zu können, müssen Sie auch eine Gegenleistung erbringen und sich ernsthaft um eine Ausbildung oder Arbeit bemühen (Prinzip des Förderns und Forderns). Ziel ist es, dass Sie in absehbarer Zeit Ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können und nicht mehr auf das Arbeitslosengeld II angewiesen sind. Dazu gehört auch, dass Sie sich selbst um eine zumutbare Arbeitsstelle bemühen, auch wenn diese nicht Ihrem erlernten Beruf oder der zuletzt ausgeübten Tätigkeit entspricht. Zumutbar sind auch Teilzeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse, Jobs von Zeitarbeitsfirmen sowie geringfügige Beschäftigungen. Sofern Sie den festgelegten Vereinbarungen aus der Eingliederungsvereinbarung nicht nachkommen, prüft das Jobcenter eine Sanktion. Das bedeutet, dass Ihnen für einen bestimmten Zeitraum weniger Geld gezahlt wird.

Sofern Sie Fragen bezüglich der Sanktionen haben, sprechen Sie diese bei Ihrem Ansprechpartner an. Eine Sanktion tritt jedoch nicht ein, wenn Sie für Ihr Handeln einen wichtigen Grund nachweisen können.

Meldepflicht und Ortsabwesenheit
Bitte beachten Sie, dass Sie an jedem Werktag unter Ihrer angegebenen Anschrift erreichbar sein müssen, um sich ggf. bei Ihrem Jobcenter persönlich melden zu können. Falls Sie verhindert sind, sagen Sie bitte sofort Ihrem Ansprechpartner Bescheid und geben Sie auch den Grund an, damit keine Sanktionen eintreten. Weiterhin sind Sie verpflichtet, jede Änderung in Ihren Verhältnissen unverzüglich mitzuteilen. Das können z. B. die Aufnahme einer Arbeit, Ausbildung, einer Nebentätigkeit, die Zahlung von Kindergeld etc. sein.

Einen Urlaubsanspruch, wie er Arbeitnehmern während einer Beschäftigung zusteht, gibt es für Bezieher von Arbeitslosengeld II nicht. Sie können sich aber mit vorheriger Zustimmung Ihres persönlichen Ansprechpartners außerhalb Ihres Wohnortes aufhalten, also auch ins Ausland verreisen (sogenannte Ortsabwesenheit). Die Zustimmung kann nicht erteilt werden in den ersten drei Monaten des Leistungsbezuges, da hier die Vermittlungsbemühungen am aussichtsreichsten sind. Dies gilt auch, wenn eine berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung in Arbeit etc.) zu erwarten oder die Teilnahme an einer Maßnahme geplant ist. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch, dass max. 21 Kalendertage Ortsabwesenheit im Kalenderjahr möglich sind.

Notbremse – Probleme offen ansprechen
Sie haben Probleme, und die wachsen Ihnen über den Kopf? Ihnen wird alles zu viel? Sie wissen einfach nicht weiter? Ihr persönlicher Ansprechpartner hilft Ihnen auch gemeinsam mit anderen Stellen dabei, z. B.:

  • individuelle Problemlagen und Lebenssituationen (Drogenkonsum, Schulden, etc.) in den Griff zu bekommen
  • wieder ein Dach über den Kopf zu bekommen
  • trotz gesundheitlicher Probleme einen Job zu finden
  • den Schulabschluss nachzuholen
  • Probleme mit der Familie zu lösen Natürlich bekommen Sie von uns Hilfestellung!

Allerdings müssen Sie auch bereit sein, Ihre Lebensumstände ändern zu wollen.